Laientheater in Viernheim

Apostelspielschar 1946 - 1951

1946 wurde die Apostelspielschar von Pfarrer Martin Gremm gegründet, Spielscharleiter wurde Nikolaus Hofmann (Foto unten = pflügender Mann). Im Mai kam als erstes vor dem Hauptportal der Apostelkirche „Theophilus“ zur Aufführung. Es folgte an Weihnachten die „Geigermette“ von Ludwig Hugin. Das Schauspiel musste im Ratskellersaal mehrmals gegeben werden. 1947 wurde eine Freilichtbühne im Pfarrgarten errichtet und zur Einweihungsfeier das Schauspiel „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal mit durchschlagen-dem Erfolg gespielt. 1948 wurde das biblische Spiel „der verlorene Sohn“ von E. Eckert mit mehreren Aufführungen gegeben. Noch im gleichen Jahr wurde anlässlich der Glockenweihe ein eigens dafür geschriebenes Schauspiel „Die Zwölf-Apostel-Glocke“ gespielt. Es stammt aus der Feder des Mannheimer Schauspielers Heinz Rippert vom Nationaltheater. 1949 brachte die Freilichtbühne „Meier Helmbrecht“. 1950 wurde anlässlich des 50jährigen Jubiläums der St. Apostelkirche nochmals „Jedermann“ aufgeführt.

Der Verlorene Sohn           Jedermann                        Meier Helmbrecht



Freilichtspiele in den 1930iger JahreN

In den 30iger Jahren entstand in Viernheim die große Natur- und Freilicht-bühne hinter dem Sportgelände der Amicitia auf der z.B. die Stücke "Wilhelm Tell" und "Andreas Hofer" gespielt wurde, bei denen mehrere tausend Zuschauer zu den Aufführungen gekommen sind. Leider wurde nach nur drrei Jahren durch die Machtergreifung Hitlers das Spielen beendet. Nach dem II. Weltkrieg stand in der Zeitung zu lesen: "Unsere ehemals berühmt gewordene, vom Turnverein 1893 gegründete und 1936 aufgehobene Natur- und Freilichtbühne ist zum lebhaften Bedauern aller Theaterfreunde nicht wieder erwacht."



Theater in den 1920iger Jahren

Schon um die Jahrhundertwende wurde in Viernheim Theater gespielt in den verschiedenen Gesangsvereinen, aber auch in der katholischen Pfarrgemein-de.  Auf den Bildern ist die katholische Jünglings-Sodalität zu sehen, links in den Kostümen für das Theaterstück "Elmar", das am 27. September und am 04. Oktober 1925 zur Aufführung kam. Der Pfeil zeigt auf Hans Laist, links auf dem gleichen Bild steht Michael Bugert.